abbysh EMOTION: Alles kein Beinbruch?! -Nadja’s Heilungsprozess mit Gefühl & Verstand Teil 1 - Abbysh
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abbysh EMOTION: Alles kein Beinbruch?! -Nadja’s Heilungsprozess mit Gefühl & Verstand Teil 1

abbysh EMOTION: Alles kein Beinbruch?! -Nadja’s Heilungsprozess mit Gefühl & Verstand Teil 1

Erkennen, was für einen selbst jetzt am wichtigsten ist

Gerade läuft alles wie am Schnürchen und „Baaahhhhm“ auf einmal liegt Du mit Gips am Fuß im Krankenhaus. Mist und nun???

Genauso erging es meiner Freundin & Trainerkollegin Nadja. Wie sie damit umgegangen ist und geht, schreibt Nadja ab jetzt, hier auf abbysh.com. Heute geht es darum, wie man erkennt, was für einen selbst am wichtigsten ist. Finde das Thema ist immer wichtig und jeder befasst sich regelmässig damit….

NADJA MIT IHREN RIESEN GIPSBEIN

ALLES KEIN BEINBRICH?! – NADJA´S BLOGBERICHT TEIL 1.

Erkennen, was für einen selbst jetzt am wichtigsten ist

Mittwoch 16. November 2016 ca. 12.45. Ich war ganz ruhig, obwohl der Schmerz in meinem Fuß allmählich immer schlimmer wurde. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf, ich hatte doch so viele Pläne in der Vorweihnachtszeit – nein, nicht schwarz malen, erst mal abwarten, wie die Diagnose lautet.

Der Orthopäde betrat den Raum, begrüßte mich und ging schnurstracks an seinen PC um die Röntgenbilder, die eben gemacht wurden, zu begutachten.

„Tja, Frau Petersen – wie vermutet ein Basisbruch des 5. Mittelfußknochen. Da sie sportlich ambitioniert sind, rate ich Ihnen zu einer OP. Am besten begeben Sie sich noch heute zur Unfallklinik, damit sie schnellstmöglich einen OP-Termin bekommen. Bis sie den Fuß wieder belasten dürfen, wird es danach ungefähr 6-8 Wochen dauern.“

Seine Worte hallten wie Donner in meinem Kopf. Knochenbruch? Unfallklinik? Operation? 6-8 Wochen? Ich stand unter Schock – mit vielem hatte ich gerechnet, aber nicht mit einem Knochenbruch.

Was war passiert? Ich würde euch am liebsten eine spektakuläre Geschichte erzählen, wie es zu dieser Fraktur kam. Es war einfach nur der Bruchteil einer Sekunde, den ich nicht aufmerksam gewesen war: Beim Training am frühen Morgen stieg ich seitlich von einem Step, einer erhöhten Plattform, herunter. Dabei knickte mein linker Fuß sehr stark und unglücklich nach außen um. Tadaaaa, Knochen futsch!

Zuerst vermutete ich eine Zerrung oder Verstauchung und hatte zu diesem Zeitpunkt am meisten Angst, mir ein Band gerissen zu haben. Das konnte ich allerdings relativ zügig ausschließen. Ich machte mich auf den Weg ins Büro. Ich war brav dem PECH-Prinzip* gefolgt, allerdings wurde mein Fuß immer dicker und bunter. Auch der Schmerz wurde intensiver. Schließlich überzeugten mich mehrere Kollegen doch lieber einen Spezialisten aufzusuchen.

(*PECH-Prinzip: Pause, Eis, Kompression, Hoch lagern)

Ich fuhr direkt vom Orthopäden in die Unfallklinik, verbrachte dort mit Schmerzen, diversen Untersuchungen, Vorgesprächen und Papierkram meinen restlichen Nachmittag. Aber: Ich fühlte mich aufgehoben und vor allem wusste ich, es geht voran. Schließlich kam die Nachricht, dass ich direkt am nächsten Morgen operiert werden würde. OK – der erste Schritt zur Heilung. Auch wenn ich alles andere als begeistert davon war, operiert werden zu müssen, aber danach würde der Heilungsprozess beginnen. Nur wie würde ich die ersten 6-8 Wochen nach der OP mich selbst bei Laune halten können? Mir fällt ja schon nach 2 Tagen ohne Bewegung, geschweige denn Sport, meistens schon die Decke auf dem Kopf?

Noch im Krankenhaus machte ich mir Gedanken. Selbst viele einfache Dinge und Aktivitäten würden in den kommenden Wochen nicht möglich sein oder sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen als zuvor. Wie würde das mit dem Duschen funktionieren? Würde ich die Treppen zur Wohnung überhaupt alleine rauf bzw. runter kommen (4. OG im Altbau – viel Spaß!)? Wie würde ich meinen Alltag gestalten können, ohne nur auf dem Sofa oder im Bett zu liegen?

Ich kenne mich und meinen Körper mittlerweile ganz gut. Daher waren für mich inmitten dieses Gedanken-Karussell 2 Dinge ziemlich schnell klar:

  1. 1. Bewegung

Ich musste Möglichkeiten finden mich zu bewegen – zumindest sobald es mein körperlicher Zustand nach der OP zulassen würde. Gründe dafür gab es jede Menge:

  • – Rückenschmerzen (vom vielen Sitzen und Liegen) und Schulterproblemen (Krückengang) vorbeugen
  • – Muskelabbau minimieren
  • – Endorphine & Gute Laune maximieren
  • – uvm
  1. 2. Motivation

Ich wollte auf keinen Fall im Selbstmitleid versinken und mich dadurch nach unten ziehen lassen. Ich wollte unbedingt das Gefühl haben, trotzdem auch in dieser Zeit etwas zu erreichen, damit ich keine „Jetzt-ist-sowieso-alles-egal-Einstellung“ entwickelte und ein gutes Beispiel für andere sein, die womöglich in einer ähnlichen Situation sind. Ich denke, ich bin nicht die Erste, die sich im Leben den Fuß gebrochen hat. Daher nahm ich mir Folgendes vor:

  • – Kleine Ziele setzen für jeden Tag
  • – Regelmäßige Vorhaben für den gesamten Zeitraum einplanen
  • – Dinge erledigen, zu denen ich sonst nie komme

Klar war: Die ersten Tage nach der OP würde ich sowieso nicht viel machen können. Der Körper benötigt schließlich Ruhe um zu regenerieren und sich zu erholen. Er würde sich melden und mir „sagen“, wenn er fit genug für mehr Bewegung und „Action“ wäre.

Wie mein „neues“ Leben auf Krücken anfing und mir wirklich zu schaffen gemacht hat lest ihr kommende Woche…

Hals und Beinbruch

Euere Nadja

AUTORIN: NADJA

DAS IST DAS RÖNTGENBID VON NADJA´S FUSS
Daniela Wenzel
daniela.wenzel@abbysh.com
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