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abbysh – emotion: ARBEITEN MIT BABY

abbysh – emotion: ARBEITEN MIT BABY

Gerade schläft Hannah – und schnell will ich die Zeit nutzen. Für diesen Text, ein paar E-Mails und am besten noch etwas anfangen solange es noch ruhig ist. Wenn ich nur wüsste wie lange…

Seit etwas über einem halben Jahr bestimmt Hannah, meine kleine Tochter, den Alltag, was schön ist, keine Frage! Aber auch eine riesen Umstellung für mich.

Den Großteil der letzten Jahre habe ich selbst bestimmt, wann ich was mache: Sport, Arbeiten, Pausen, Urlaub usw. und habe mich damit richtig wohl gefühlt. Auch in der Schwangerschaft ging das noch ganz gut, selbst mit dicker Babykugel habe ich noch fast alles gemacht.

Jetzt geht das eher weniger, zumindest nicht immer nach meinem Zeitplan.

 

Ich bin Juristin und betreue seit ein paar Jahren selbstständig Mandanten, hauptsächlich Start-Ups und Gründer wie Daniela, die eine Idee haben und rund um Firmenanmeldung, Markenschutz und Vertragsfragen rechtliche Unterstützung brauchen.

Dabei spielt neben dem fachlichen Wissen auch die persönliche Komponente eine wichtige Rolle. Viele meiner Mandanten kenne ich vom Start an und bin daher Ansprechpartnerin auch in miet-, arbeitsrechtlichen und anderen anfallenden Fragen.

Mir macht es sehr viel Spaß, die Projekte von klein an persönlich zu begleiten, auch der große Unterschied zu dem, was ich in Kanzleien und Unternehmen mitbekommen habe.

 

Aber genau aus diesem Grund war es für mich wirklich schwer, mich bei einigen Projekten nun erstmal rauszunehmen und sie an meinen Kollegen zu verweisen. Zumindest in der ersten Zeit.

Jetzt fange ich langsam wieder an und muss mich einteilen. Mir genau überlegen was ich schaffe und was nicht.

Immer wieder ist die Versuchung groß bei Anrufen dann doch zu sagen, klar, mach ich schnell! Nur kommt hinterher dann die Frage, wann eigentlich?

Ich schaffe einiges, mit einer guten Aufteilung. Wenn die Kleine schläft, mein Freund da ist oder die Großeltern Zeit haben. Beide Großeltern sind zum Glück in Frankfurt, aber da ich noch stille und sie auch ihre Berührungsängste mit den Launen eines Babys haben, sind die Zeitfenster begrenzt.

Nicht mehr so viel und schnell wie vorher, aber mit Organisation geht es auch. Und ich freue mich auf beides: Zeit mit Hannah zu verbringen aber auch wieder was für mich zu tun.

Das ganze erste Jahr abzuschalten, hätte für mich nicht geklappt. Allein schon, weil sich rechtlich gerade auch viel tut. Das Thema Datenschutz interessiert mich sehr und ist auch für meine Mandanten von großer Relevanz.

In diesem Zusammenhang hat sich nun auch eine Kooperation mit einer Webdesignerin ergeben, die ebenfalls zwei Kinder hat und ähnlich arbeitet wie ich.

Dieser Austausch tut gut, gerade wenn andere Mütter fragen, warum ich mich so stresse. Aber ich möchte nicht den Anschluss verlieren und finde dieses Gefühl viel stressiger.

Ich glaube nicht, dass Hannah dabei zu kurz kommt, im Gegenteil. Die Papa-/Oma-/Opa-Exklusivzeit tut ihr auch gut. Und wenn der Hunger kommt, bin ich schon wieder zurück und fertig – so wie jetzt gerade.

AUTORIN: MERYEM

Claudia Kreissl
claudia.kreissl@gmx.net
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