Abbysh Monatsthema: ABNEHMEN - Abbysh
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Abbysh Monatsthema: ABNEHMEN

Abbysh Monatsthema: ABNEHMEN

Was ist die beste Diät?

Als Ernährungscoach werde ich andauernd gefragt, welcher Ernährungsphilosophie ich angehöre. Ist es Paleo? Low Carb? High Fat? Intermittent Fasting? Die eigentliche Frage dahinter ist: Was ist die beste Diät? Und dann erwarten die Leute eine einfache, kurze Antwort von mir. Sie wollen mich in irgendeine kleine Box stecken, für jetzt und alle Zeiten, denn das menschliche Gehirn liebt das einfache Schubladendenken. Deshalb sind sie ziemlich verwirrt, wenn ich ihnen antworte, ich gehöre keinem speziellen Diätlager an. Ich glaube einfach nicht daran, dass es eine einzelne, absolut, ohne jeden Zweifel beste Diät gibt, der jemand jetzt und für immer folgen sollte.

Die beste Diät ist die, die für Dich gut ist, die praktikabel und nachhaltig ist!!!

Auch wenn die meisten Modediäten mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen, sie zwingen einen in der Regel dazu, strikten und oftmals völlig unnötigen Regeln zu folgen, indem sie einzelne Nahrungsmittel dämonisieren oder andere vergöttlichen und schnelle Erfolge versprechen. Gewohnheiten erfolgreich zu ändern ist dagegen ein progressiver Prozess, der eine intrinsische Motivation und Geduld voraussetzt und an die individuellen Ziele und Lifestyle-Faktoren angepasst ist (wir haben das Thema Ziele deshalb sehr bewusst an den Anfang unserer Blogserie gesetzt). Egal, ob beim Sport oder der Ernährung, wer hier auf schnelle Erfolge setzt und Umwege sucht, wird nicht nur schnell frustriert werden, sondern auch wieder in seine alten Verhaltensmuster zurückfallen. Du lernst die perfekte Kniebeuge nicht, indem Du im Fitness Studio in einen Kurs rennst, du musst es wirklich wollen, dich damit beschäftigen und selber machen. Daniela als Coach kann dich dabei unterstützen, diesen Prozess erfolgreich zu machen, aber die Verantwortung dafür liegt bei Dir. In der Ernährung ist es genauso. Wer sich jahrelang von Fast Food ernährt hat, abends mit einer Tiefkühlpizza auf dem Sofa liegt, den Almased-Werbespot (ihr wisst schon, den mit der schlanken Frau im Bikini, die mit ihrem Hund am Strand joggt) schaut, am nächsten Morgen gleich in die Apotheke rennt und wirklich daran glaubt, nach drei Wochen 30 Kilo abgenommen zu haben, wird auch in einem Jahr noch genauso aussehen wie vorher.

Nicht nur die Verdauung beginnt im Gehirn, auch der Wunsch nach Veränderung wird vom Gehirn gesteuert. Außer dem richtigen Mindset und der Motivation (Thema der letzten Woche) bedarf es meiner Meinung nach zweier weiterer fundamentaler Elemente, um seine Ernährung dauerhaft zu verbessern. Zum einen braucht man für die erfolgreiche Umsetzung die richtigen Informationen. Man muss sich nicht nur mit den Grundsätzen guter Ernährung auseinandersetzen, man muss auch wissen, was und wieviel man essen sollte und wie man das dann auch noch schlauerweise kombiniert. Aber auch mit diesem Wissen schaffen es viele Menschen nicht, ihre Ernährung dauerhaft umzustellen, sondern sie fallen schnell wieder in die alten Verhaltensmuster zurück. Viele wissen es besser, aber irgendetwas anderes steht dem Erfolg weiterhin im Weg.

Dieses andere ist das zweite fundamentale Element guter Ernährung: die Planung und Vorbereitung des Essens. Selbst wenn man das richtige Wissen hat, um seine Gewohnheiten erfolgreich zu ändern, selbst wenn man genau weiß, was, wieviel und wann man essen sollte, wenn man die richtigen Lebensmittel dann nicht vorrätig hat, ist alles umsonst. Viele Menschen greifen deshalb verstärkt (manche fast ausschließlich) zu synthetisch hergestellten Superfood-Pulvern und Nahrungsergänzungsmitteln. Diese verdrängen immer mehr das Kochen und die Zubereitung frischer Mahlzeiten. Aber ist das wirklich die Lösung?

Im Moment wird in den einschlägigen Food-Magazinen (z. Bsp. Eat Smarter) und in Online-Portalen wieder ein riesen Hype um das Abnehmen mit Formula-Diäten gemacht. Formula-Diäten basieren auf Mahlzeitenersatzprodukten wie halt der Dauerbrenner Almased. Alleine auf dem deutschen Markt tummeln sich da mittlerweile mehr als hundert verschiedene Anbieter. Wie Daniela schon in dem Blogbeitrag in der ersten Woche geschrieben hat, halten wir von solchen Produkten absolut gar nichts. Vereinfacht gesagt, sind die meisten absolut nutzlos und entsprechen bedauerlicherweise alles andere als den Grundsätzen guter Ernährung. Oftmals beinhalten sie schlechte Fette, qualitativ minderwertiges Eiweiß, viel Zucker und so gut wie gar keine Ballaststoffe. Angaben über die Herkunft (GMO) und Anbau (konventionell oder Bio) der Zutaten fehlen meistens vollständig. Wenn wir uns für solche Produkte entscheiden, geben wir damit auch die Kontrolle über die Inhaltsstoffe und damit die Verantwortung über unsere Ernährung ab. Unverarbeitete Lebensmittel wie frisches Gemüse und Obst dagegen sind synergistisch, das heißt, sie enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe in ganz bestimmten Kombinationen, die dafür sorgen, dass man durch den Verzehr mehr Nährstoffe aufnimmt als durch die reine Summe der enthaltenen Vitamine und Mineralien. Der vermeintliche große Vorteil von Almased & Co ist die Einfachheit (einfach Pulver mit Wasser oder Milch verrühren, Pflanzenöl hinzu und fertig); diese ist gleichzeitig aber auch die größte Schwäche, denn man lernt absolut gar nichts dabei über gute Ernährung und seinen eigenen Körper. Dies ist ein weiterer wesentlicher Faktor, wieso so viele (bis zu 80%) mit diesen Produkten scheitern.

Wie könnte im Gegensatz dazu eine gesunde Variante aussehen, bei der wir die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe behalten? 

Auftritt des Super Shakes

Der Super Shake im Vergleich dazu ist gar nicht so sehr ein spezieller Shake als vielmehr eine Liste an gesunden Zutaten, die es auch einem absoluten Kochlaien erlaubt, kreativ zu sein und zu experimentieren um dadurch zu lernen, wie man seinen Körper mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aus allen Nahrungsgruppen optimal versorgt. Hierfür braucht es zudem kaum mehr Zeit, als einen Almased-Shake anzurühren. Dafür macht es nicht nur mehr Spaß, es sieht auch besser aus, schmeckt besser und hält zudem länger satt. Indem er alle unsere Sinne anregt, hilft er uns viel besser dabei, unsere Gewohnheiten konsistent zu ändern und unsere Ziele nachhaltig zu erreichen.

Der Super Shake Baukasten:

Schritt 1: Wähle eine Flüssigkeit (Wasser, Milch, Pflanzen- oder Nussmilch, Grüntee)

Schritt 2: Wähle eine hochwertige Proteinquelle (Whey-, Reis-, Erbsen-, Hanfprotein oder andere hochwertige Proteinmischungen). Wähle eine Proteinquelle, die Du gut verdaust und die Dir schmeckt. 

Schritt 3: Wähle Obst (Kirschen, Banane, Beeren, Äpfel, Ananas, Mango oder ein hochwertiges Fruchtpulver). Bananen sind gut für die Konsistenz, enthalten aber auch viel Zucker. ½ Banane reicht oftmals aus. Schockgefrorene Früchte sind absolut ok.

Schritt 4: Wähle ein Gemüse (dunkles Blattgemüse: Spinat/Mangold/Grünkohl/Pak Choi, Kürbis/Süßkartoffel, Rote Bete, Gurke/Sellerie oder hochwertige Super Green Pulver). Spinat ist vom Geschmack her am Neutralsten, rote Bete harmoniert gut mit Schokolade. Gurke und Sellerie enthalten viel Wasser, reduziere hier den Flüssigkeitsanteil etwas. Nimm hiervon reichlich, eine Handvoll oder mehr.

Schritt 5: Wähle ein gutes Fett (Nüsse oder Nussmus:  z.Bsp. Walnüsse/Cashews/Mandeln, Chiasamen/Leinsamen/Hanfsamen, Sonnenblumenkerne/Kürbiskerne). Alternativ kannst Du natürlich auch ein gutes Öl verwenden. Leinöl enthält am meisten Omega-3, Hanföl eine gute Mischung aus Omega-3 und Omega-6.

Schritt 6: Wähle ein extra Topping (Kokosnuss-Chips, Cacao Nibs, Haferflocken/Granola, Zimt, Kakaopulver, Yoghurt, Eiswürfel). 

Alleine wer diese Schritte befolgt (seht dies als kann und nicht als muß) und nur aus den angegebenen Möglichkeiten auswählt, kann sich hieraus schon mehrere hundert verschiedene Super Shakes zubereiten. Sei kreativ und experimentiere einfach herum. So wirst Du am einfachsten herausfinden, was Dir schmeckt und guttut. Dein individueller erster Schritt auf dem Weg, zu einem gesünderen Leben und der Erreichung Deiner Ziele!! 

Übrigens kann man die Shakes (bis auf die Flüssigkeit) vorab in kleine Gläser gefüllt super einfrieren. Nur noch über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und man hat für jeden Tag der neuen Woche einen leckeren und gesunden Snack oder eine Mahlzeit to go! Wie super ist das denn?

Ab morgen gibt es dann auf Instagram meine persönlichen Favoriten unter den Super Shakes als leckere Rezepte. Ich freue mich schon auf Eure Kommentare und eigenen Kreationen. 

Bis dahin, habt eine tolle Woche und jeden Tag etwas mehr Energie!

Christian

Daniela Wenzel
daniela.wenzel@abbysh.com
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