abbysh – SPORT: ZWEIFACHMAMI UND FIT??? MAYA ERZÄHLT HEUTE, WIE SIE ES GESCHAFFT HAT

Nach der Schwangerschaft wieder schlank und fit werden möchte wohl jede Frau. Das ist nicht immer einfach und auch nicht für jeden machbar. Heute berichtet abbysh Superhero Maya über ihre Schlank nach der Geburt Strategie und ihr Leben zwischen Windeln wechseln und Hanteln stemmen…

DAS WAR EINS UNSERER ERSTEN TRAININGS IM LETZTEN SOMMER, BEI MAYA IM GARTEN.

abbysh Sport: Zweifachmami und fit?? Maya erzählt heute, wie sie es geschafft hat

Heute ist der richtige Tag, um in Danielas Blog etwas zur Fitness von Mamis zu schreiben.

Letzte Nacht hat mein Sohn, 7 Monate, ab 22Uhr Fieber bekommen und im 10 Minuten-Takt aufgeweint. Ich habe ihm um Mitternacht ein Fieber-Zäpfchen gegeben und konnte 2 ½ Stunden schlafen. Dann ging das Weinen non-stop weiter – bis heute Morgen um 7Uhr. Wir sind aufgestanden, ich habe meine große Tochter, 3 Jahre, angezogen, ihr das Kindergartenbrot geschmiert, einen Apfel geschnitten, mit ihr diskutiert, welche Puppe heute mit in den Kindergarten gehen darf, mich schnell geduscht, meinem Mann einen schönen Tag gewünscht und mich dann wieder meinem kränkelnden Sohn gewidmet. Beim Arzt habe ich erst einen Termin für nachmittags bekommen – er ist auch nur gesetzlich krankenversichert und ja auch schon 7 Monate alt. Da kann man scheinbar froh sein, wenn man überhaupt eingeschoben wird. Somit bin ich heute völlig übermüdet, habe Frusthunger und finde Arztpraxen gerade mehr als ätzend.

Und eigentlich ist das ja, abgesehen vom Fieber und einer schlaflosen Nacht, mein täglicher Wahnsinn. Ich frage mich schon oft, wo ich denn in dieser Nahrungskette stehe? Weit hinten! Aber das ist ja auch ok. Schließlich habe ich mich aktiv für zwei Kinder entschieden und wusste von vornherein, dass nun auch Verzicht angesagt ist.

Schon vor der zweiten Schwangerschaft habe ich mir aber fest vorgenommen, schnell wieder Kraft zu tanken und fit zu werden; mich nicht gehen und den Schweinehund über mich regieren zu lassen. Sport ist mein persönlicher Ausgleich, mein Hobby und ich halte es für wichtig, Power für den Alltag mit Kindern zu haben. Somit habe ich mir frühzeitig überlegt, dass ich jemanden brauche, der mich antreibt, mich erdet und vor allem, der sich auf meine sportlichen und ernährungstechnischen Bedürfnisse einstellt. Daniela kannte ich als Kurs-Trainerin aus dem Fitnessstudio und ich habe ihre Kurse geliebt! Kaum ein anderer war so effektiv wie ihrer. Und dank Sozialer Medien wusste ich, dass sie auch Personal Training macht. Ich fragte sie also, ob sie mit mir trainieren würde – am liebsten Zuhause, da es mit den Kindern schwierig wird, es anders zu koordinieren. Und nach einem typischen „Klar!“ von ihr, trafen wir uns in den letzten Wochen meiner Schwangerschaft zum Lunch, um Ziele, Herausforderungen, Timings, etc. zu besprechen.

Und dann ging es schon bald nach Oskars Geburt los. Mein lieber Ehemann weiss wie wichtig mir Sport ist und hat mir Freiräume dafür eingeräumt und ist rechtzeitig aus dem Büro nach Hause gekommen, um mir die Kinder abzunehmen und zu bespaßen. (Macht er immernoch J) Anfangs haben wir zweimal pro Woche zusammen trainiert, später einmal pro Woche. Und zwischendurch musste ich schon auch selbst ran und eine Trainingseinheit einschieben J Ich hatte noch nie so einen festen Körper wie momentan, obwohl ich mein Leben lang schon Sport mache. Sogar 3-4mal die Woche. Aber diese Erfolge hatte ich niemals zuvor. Und so viel Spaß hatte ich auch selten zuvor.

Na, und an Tagen wie heute frage ich mich schon, wie ich das alles hinkriegen soll. Job und Büroalltag kommen ja auch noch hinzu. Andererseits habe ich gelernt, dass auch mal 30 Minuten Zuhause sehr effektiv sein können und dafür findet man eigentlich immer Zeit. Und aus meiner Sicht gibt es kaum etwas besseres als einen guten Personal Trainer, der Ziele versteht, motiviert, manchmal auch bremst und beruhigt und mit dem man auch an solchen Tagen lachen kann.

DANKE, DANIELA!

AUTORIN: MAYA

MITTLERWEILE ÜBEN WIR AUCH RICHTIG SCHWERE ÜBUNGEN, WIE KLIMMZÜGE. MAYA IST ECHT MEGA GUT!

Das sagt Coach Daniela:

1. Maya ist bewundernswert

Erstmal ein riesengroßes Lob an Maya. Sie hat es echt so durchgezogen, auch wenn sie das vielleicht anders sieht. Sie war total diszipliniert, hat alles top organisiert und das, obwohl man ihren kleinen Sohn ruhig als anstrengend bezeichnen kann. Ich habe ja selbst eine Tochter, die ist mittlerweile schon 16. Damals mit 21 war ich natürlich noch richtig jung, hab bis zum Geburtstermin trainiert und war danach auch ruck zu wieder in Form, ohne viel dafür zu tun.

Klar trainiert habe ich schon regelmässig und sechs Monate gestillt, was auch richtig viele Kalorien verbrennt. Ausserdem hat sich mein Mann 4 Wochen Urlaub genommen, wir haben alles zusammen gemacht, er teilweise sogar mehr als ich. Unsere Tochter war easy drauf, unkompliziert und ruhig. Hab sie damals im Geburtshaus bekommen (Wassergeburt), nicht im Krankenhaus ( das hat mir nicht gefallen), da kann man nur ambulant entbinden, heißt man geht nach der Geburt nach Hause und die Hebamme besucht einen täglich dort. Für mich oder uns war das perfekt, aber das ist nicht für jede Frau passend.

Ich sage mal, nach einem Kind geht alles noch irgendwie, mit zwei Kleinkindern sieht die Welt anders aus. Die bekommt man nicht einfach so unter und der Stress den man hat mit zwei Kindern unter 3 ist viel höher, als mit einem. Ich bewundere Maya sehr und weiß nicht, ob ich das so hinbekommen würde, wie sie.

2. Man sollte sich nicht unter Druck setzten

Die Mutter von Heute hat es nicht leicht. Sie soll ihr Kind perfekt versorgen, gut aussehen, kochen können, Ahnung von Sport und Ernährung haben, am besten noch den Haushalt schmeissen und arbeiten, wenigstens Teilzeit. Das geht natürlich nicht und das kann kein Mensch. Die Werbung propagiert das Bild einer wunderhübschen, perfekten Übermutter, um der normalen Mama, die genervt und mit Babybrei bekleckertem Shirt zu Hause sitzt zu sagen: DU BIST SCHLECHT! Du kannst nichts und deshalb benötigst du unsere tollen Produkte die dir helfen endlich die Supermutti zu werden, die du sein solltest. Völliger Schwachsinn!

Also macht euch mal locker, auch wenn es schwer ist. Es dauert 9 Monate, bis ein Kind geboren wird und genauso lange sollte man auch für die Rückbildung planen. Es gibt auch wichtigere Dinge, als auf biegen und brechen sofort wieder in Form zu kommen. Wenn schlanksein so eine hohe Priorität hat, sollte man sich fragen, warum das so ist….

3. Promimamis sind auch immer direkt nach der Schwangerschaft in Form

Ja das stimmt teilweise. Heidi Klum ist zwei Monate nach der Geburt wieder bei Victorias Secret über den Laufsteg gelaufen. Sie hat auch eine Horde an Personal die ihr hilft, sich auf ihren Job zu fokussieren. Hausmädchen, Nannys zusätzlich Personaltrainer und Köche. Sie muss einfach da sein und trainieren, sie kann sich voll auf sich konzentrieren und unter solchen Vorraussetzungen wäre fast jeder schnell fit werden. Etwas Disziplin gehört natürlich auch dazu und der ein oder andere Eingriff vom Beautydoc, wenn der Körper Sicht nicht so rückbildet, wie man möchte ist bei den Stars sowieso an der der Tagesordnung.

Das scheint erstmal toll und erstrebenswert, aber dafür zahlen die Promimütter auch ihren Preis. Ein schlechtes Gewissen, Babys die mehr Zeit mit der Nanny verbringen, als mit der eigenen Mutter und die auch mehr als Mutter sehen, als die Leibliche. Hektik, Druck, ok das haben normale Mütter auch. Stars sind Stars, deren Uhren ticken anders, die haben auch Millionen auf dem Konto und das macht einiges leichter.

Sich mit Menschen zu vergleichen, die eine andere Ausgangslage haben, als man selbst führt immer zu Frust. Also sollte man eher bei sich selbst bleiben und sich überlegen, was man will, ob das Sinn macht und dann sein eigenes Ding durchziehen.

4. Wie wird man nach der Schwangerschaft fit?

Maya hat es im Grunde beschrieben. Sie hat sich vor der Geburt schon überlegt, was sie möchte und einen Plan gemacht. Dafür hat sie sich von einem Fachmann(Frau), nämlich mir Hilfe geholt. Ich habe schon viele Mütter trainiert und bin selbst eine, das hilft schon etwas. Ja und dann hat sie den Plan durchgezogen.

Klar, der lief nicht immer so, wie wir dachten. Kinder werden krank, tausend Sachen kommen dazwischen und man muss dran bleiben, sonst kommt man nicht zum Sport. Maya ist ein ganz konsequenter Typ, wenn sie sich was in den Kopf setzt, macht sie es. Unser gemeinsames Training stand auch als bewusste Zeit für sie selbst- me time nennt man das neuerdings. Finde ich extrem wichtig für Mamis. Sich mal raus nehmen und nur etwas für sich machen. Das ist nicht leicht, aber es lohnt sich.

Meiner Meinung nach muss so ein Plan individuell sein, auf einen selbst zugeschnitten, deshalb halte ich von Pauschalaussagen auch nichts. Wenn Abnehmen für Alle gleich funktionieren würde, hätten wir keine dicken Menschen mehr und aktuell ist jeder zweite hier zu dick. Trotz tausender Fitnessprogramme, online Coaches, Slimdrinks usw. So geht es nicht und was für mich funktioniert funktioniert für meinen Nachbarn gar nicht.

5. Was muss man beachten?

Nach der Schwangerschaft sollte man sich das ok von seinem Arzt holen, bevor man loslegt. Gerade Bauchmuskeln sowie Sprung Übungen ( Beckenboden) sind erstmal tabu. Das Training sollte in den Tagesplan passen und nicht zu anstrengend sein, wobei da auch wieder beachtet werden muss, was man vorher gemacht hat. Besser regelmässig 20-30 Minuten trainiert, als einmal im Monat zwei Stunden. Es gibt ganz viele tolle und effektive kurze Workouts, stundenlang trainieren ist in, meinem Augen out.

Ich finde Training zu Hause macht Sinn, vor allem, wenn man stillt. Das spart Zeit und man kann ganz entspannt in Shirt und Labbershorts trainieren, selbst Schuhe benötigt man nicht. Wenn sich alles eingependelt hat und man nicht mehr stillt wäre auch ein Fitnessstudio eine Alternative. Viele bieten Betreuung für Babys an. Auch da gilt wieder. Der Sport sollte auf die Person und ihr Leben abgestimmt sein und das Ziel realistisch. Also wer vorher keinen Sport gemacht hat und kein Idealgewicht hatte, der hat es schwerer, als Jemand der vorher schon trainiert hat. Ein guter Personaltrainer gibt auch Hilfestellung bei Zielsetzungen, er tritt einem in den Hintern, wenn es sein muss und er nimmt auch Tempo raus, wenn es zu viel ist.

5. Training hat viele Vorteile

Training entspannt, macht den Kopf frei und stärkt Körper und Geist. Bei Müttern genauso, wie bei jedem anderen Menschen. Mütter tragen ihre Kinder ein paar Jahre durch die Gegend und dadurch leiden Rücken, Nacken, die Halswirbelsäule und die Haltung teils extrem. Man rennt da hinterher, hebt die Kinder natürlich nicht Rückengerecht vom Boden auf, wenn sie hinfallen und Trainierte Beine, Rücken, Schultern und auch etwas Koordination machen Sinn für Mütter. Da kann man einiges tun und schon mit einfachen Übungen und ein paar praktischen Tipps wird das Leben mit dem Baby viel leichter.

Wenn Ihr noch Fragen habt, Anmerkungen, Tipps oder selbst Unterstützung benötigt, oder vielleicht Schwanger seit: schreibt mir gerne an: daniela,wenzel@abbysh.com

Daniela

AUTORIN: DANIELA -KAREEN